Horst Kurz - Nidderau


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Zeitungsbericht

Neues

von Horst Kurz
1.Vor. Vogelschutzgruppe Eichen 1988 e. V.
Für Kirchenboten
ev Kirchengemeinde Eichen-Erbstadt




Die heimlicher Bewohner in der Kirche

Als in den 80er Jahre im Glockenturm Nistkästen von Schleiereulen und Turmfalken
Montiert wurden, war diese Vogelart vom Aussterben bedroht. War der Turmfalke doch als
Greifvogel nicht gerne gesehen, glaubte der Mensch, die Raubvögel wie man sie auch nannte,
würden ihm sein Wild wegnehmen. Doch wurde ihm auch mit der Flurbereinigung der Lebensraum entzogen, die eingesetzten Schädlingsbekämpfungsmittel taten ihr übriges.
Handeln war angesagt, Nistmöglichkeiten mussten geschaffen werden.
In zusammen Arbeit mit Herrn Werner Peter von der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz) wurde ein Nistkasten über den Glocken für Turmfalken und Schleiereulen angebracht. Die Greifvögel stehen heute unter Naturschutz, wie jede frei lebende Vogelart, heute ist man schlauer, der Turmfalke ernährt sich und seine Nachkommen
Hauptsächlich von Kleinsäuger und Feldmäusen. In dem Nistkasten des Glockenturmes werden jährlich zwischen 3-5 Jungvögel beringt. Heute ist der Turmfalke nicht mehr gefährdet, die Zahl der Brutpaare schwankt in Abhängigkeit vom Nahrungsangebot.
Der Hauptbewohner im Glockenturm ist eine ganz besondere Eule, unter den 13 in Europa vorkommenden Eulenarten ist die Schleiereule eine herausragende Erscheinung. Der herzförmige Gesiechtschleier ist einteilig somit ein Unterschied
zu den anderen Eulen.
Eine weitere Besonderheit der Schleiereule, sie ist ein Kulturfolger, ihre Brutplätze wählt sie ausschließlich in der Nähe von Menschen. War es aber gerate der Mensch der diesem Nachtvogel Brutplätze und Nahrungsgrundlage entzog. Durch Umbau von Scheunen und verschließen der sogenannten Eulenlöcher in Scheunen wurde dem Nachtjäger ein Teil der Nahrung und Brutplätze entzogen. Aber eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Erhaltung und Wiederherstellung lebensfähiger Schleiereulenbestände ist ein ruhiger Tageseinsstand.
Hier bietet sich der Glockenturm gerate als Brut und Tageseinstand als Ideal an.
Anhand der Gewölle kann man feststellen was die Schleiereulen alles fressen, 90% der Nahrung sind Mäuse.In Jahren mit geringem Mäuseangebot ist die Brut klein, 3-5 Jungtiere.
Andererseits, gibt es viele Mäuse, dann gibt es meistens 2 Bruten mit jeweils 6-8 Jungtiere.
Das Jahr 2009 gilt als schwaches Mäusejahr, so konnten wir nur 3 Schleiereulen beringen.
Die Vogelschutzgruppe Eichen 1988 e.V. wird sich auch in Zukunft für die Bewohner im Kirchturm einsetzen. Ab 15. Mai ist immer die erste Nest Kontrolle angesagt, das Beringen wird Anfang August vorgenommen. Natürlich werden auch Bilder von der Ei Ablage bis zum Ausflug der Jungeulen vorgenommen. Ist jedes Jahr auf neue, ein wunderbares Erlebnis.



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